Fazit: Habe ich was draus gelernt?

Abbildung 16: The End

Abbildung 16: The End

Irgendwann musste es ja mal soweit kommen: Ich bin fertig mit meiner Analyse über WhatsApp und auch gleichzeitig mit diesem Blogprojekt. Also ist es jetzt an der Zeit einmal tief durchzuatmen und das Gelernte nocheinmal sacken zu lassen. *Kaffee einschütt*

  1. Medienwahl √
  2. Medienmerkmale
  3. Kommunikationsverhalten
  4. kurzfristige soziale Effekte
  5. langfristige sozialen Folgen

Angefangen habe ich damit, dass mir das Thema „Ständige Verfügbarkeit“ im Kopf herumgeschwirrt ist, weil es mir in meinem Alltag immer wieder begegnet ist. Das war alles noch ziemlich planlos und erstmal in den Raum geworfen. Erst langsam hat sich immer mehr herauskristallisiert, dass ich auf WhatsApp-Nutzung eingehen möchte. Anhand des Medienökologischen Rahmenmodells von Döring habe ich dann Merkmale, Voraussetzungen, Folgen und so weiter erfassen können. Natürlich ohne den Anspruch auf Vollständigkeit!

Im Großen und Ganzen hat sich in Sachen WhatsApp durch die viele Bloggerei folgende Erkenntnis verfestigen können: Ständige Verfügbarkeit resultiert vor allem daraus, dass sie technisch einwandfrei machbar ist, soll heißen, Datenflats und unsere Smartphones, die wir dicht am Körper tragen, sind die Basis. Weitergehend sind es auch Gewohnheiten und soziale Normen, die diese Erwartungshaltung, ständig und überall erreichbar machen, von der technischen Ebene auf die menschliche Ebene übertragen. Auf diese Weise hat sich ein aktiveres Kommunikationsverhalten etabliert: Es wird schneller geantwortet und Gedanken werden ohne Umschweife zu Text. Kommunikation ist also mit WhatsApp intensiver geworden, was sowohl gut als auch schlecht sein kann.   Weiterlesen

Langfristig gesehen: Was macht WhatsApp mit uns?

Abbildung 15: Überallereichbarkeit

Abbildung 15: Überallereichbarkeit Symbolfoto

Und schon bin ich beim letzten Teil meiner Analyse angekommen. Heute dreht sich alles um die langfristigen sozialen Folgen, die durch WhatsApp entstehen (können).

  1. Medienwahl √
  2. Medienmerkmale
  3. Kommunikationsverhalten
  4. kurzfristige soziale Effekte
  5. langfristige sozialen Folgen

Auch hier gibt es wieder eine Oberfrage, die lautet: „Welche langfristigen sozialen Folgen (z.B. hinsichtlich Identitäten, sozialen Beziehungen und Gruppen) ziehen die aktuellen, umgebungsspezifischen Kommunikations- und Interaktionseffekte nach sich?“ (Döring, 2003, S.197) Hier ist im Gegensatz zum letzten Mal also nicht die Rede von einem spezifischen Kommunikationsverhalten während der Mediennutzung, sondern um langfristige Effekte, die daraus resultieren. Hier wird auch gefragt, ob diese Effekte eher positv oder eher negativ zu sehen sind und ob sie defizitär oder defizitlos sind (vgl. Döring, 2003, S.197).

Ich fange einfach mal mit dem Beziehungsaspekt an, da ich denke, dass ich durch den vorherigen Teil der Analyse hierzu einen leichtern Zugang habe. Der Zeitstempel und die geringen Kosten für das Versenden von Nachrichten sorgen, um es kurz zu sagen für eine intensivere Kommunikation. Sofort stellt sich die Frage: Werden dadurch zwischenmenschliche Beziehungen intensiver? Vielleicht in dem Sinne, dass wir eine andere Erwartungshaltung gegenüber den anderen haben: Sie sollen sofort antworten, egal zu welcher Tageszeit. Galt es früher als unhöflich zur Mittagszeit oder zur Tagesschauzeit jemanden anzurufen (vgl. Stil.de, o. J.), so scheint es bei WhatsApp derartige Regeln nicht zu geben. Oder ist euch hier etwas aufgefallen, dass es uhrzeitmäßig bei WhatsApp ein No-Go gibt? Weiterlesen

Gedankenschnipsel: Digitale Selbstvermessung

Video 2: Quantified Self-Apps: Die Vermessung des Selbst | ON3

Ihr dachtet wohl ständige und immerwährende digitale Verfügbarkeit ist DIE Ausgeburt des 21. Jahrhunderts das Ende der Fahnenstange? Nee! Der letzte Schrei unter den Digital Natives ist nicht etwa Dauerkommunizieren, sondern die Vermessung des eigenen Körpers. Der Experte nennt das Ganze schlicht Quantified Self.

Hier eine dreist geklaute Definition:

Quantified Self ist ein Gemeinschaft von Anwendern und Anbietern von Lösungen zur Erfassung und Auswertung von Daten über die eigene Gesundheit, das Verhalten oder die Umwelt. Ähnlich einem Spiegel liefern Daten über uns selbst eine Möglichkeit, uns zu reflektieren und zu erkennen, was bessere, informiertere Entscheidungen erlaubt. Die dabei eingesetzten Verfahren umfassen Selbst-Experimente, Verhaltens-Beobachtung, Lifelogging, die Erfassung biometrischer Informationen, Psychologische Tests, Dienste zur medizinischen Selbstdiagnose, Genomsequenzierung und vieles mehr. (zitiert nach Digitalfit)

Auf Fabians Blog könnt ihr mehr darüber erfahren, wie ich finde ist das ein hochspannendes Thema und zielt auch in etwa in die gleiche Kerbe wie mein Blog: Gesellschaftliche/soziale Veränderungen durch die Nutzung von Smartphones. In diesem Semester liegt der Fokus der meisten Blogs nämlich eher in Richtung Unternehmenskommunikation.

Ähnlich ist auch das Phänomen des Social TV als eine Art gesellschaftlichen Umbruch zu sehen: Der Rezipient mischt hier sich aktiv durch Kommentare ins TV-Geschehen ein. Dazu findet ihr noch eine ganze Menge mehr auf Anikas Blog (wo ich schonmal ähnliche Blogs aufzähle).

Wie seht ihr das? Findet ihr das Phänomen Quantified Self cool oder eher abschreckend? Oder einfach generell: Werden wir (provokativ gefragt) zu Smartphone-Junkies?

 

Videoquelle: Youtube. ARD (2012). Quantified Self-Apps: Die Vermessung des Selbst | ON3. Abgerufen 10.02.2014 unter URL: http://www.youtube.com/watch?v=uK38xD7FSmA

WhatsApp und die Folgen

Die Analyse schreitet geradezu voran! Also weiter im Text:

  1. Medienwahl √
  2. Medienmerkmale
  3. Kommunikationsverhalten
  4. kurzfristige soziale Effekte
  5. langfristige sozialen Folgen

Die Oberfrage bei den kurzfristigen sozialen Effekten lautet: „Welche spezifischen Effekte im Kommunikations- und Interaktionsverhalten resultieren aus der Situiertheit einer bestimmten medialen Umgebung?“ (Döring, 2003, S.194) Dieser Satzbrocken fragt einfach danach, ob sich am Kommunikationsverhalten durch das benutzte Medium etwas geändert hat. Hingegen steht bei den langfristigen sozialen Folgen eher eine Veränderung der sozialen Beziehungen, Identiäten und dergleichen im Vordergrund (vgl. Döring, 2003, S.197).

Aber immer schön step-by-step, sonst bin ich am Ende selbst verwirrt. Bei den kurzfristigen sozialen Effekten erschien es mir am einfachsten, mir zur Beantwortung der Oberfrage eine Mindmap zu erstellen, gerade, weil „spezifische Effekte“ ja im Prinzip alles sein kann. Nun seht her, die Frucht von Stunden voller Arbeit (dennoch ohne Garantie auf Vollständigkeit):

kurzfristige soziale Folgen

Abbildung 14: Mindmap erstellt mit iMindmap, für das Wasserzeichen bitte ich um Verzeihung: – Gefühl, nicht alleine zu sein, – Gefühl der Bedrängnis bei vielen Nachrichten

Das Tool iMindMap habe ich übrigens auf dem Blog von Maja entdeckt. Weiterlesen

Gedankenschnipsel: Jetzt, hier, sofort und mit allen

Lange habe ich keinen Gedankenschnipsel mehr gebracht. Es wurde mal wieder Zeit für einen Blick über den Tellerrand. Also kommt es wie gerufen, dass mich eine aufmerksame Followerin auf diesen Artikel in dem Heftchen „Mehrwert“ aufmerksam gemacht hat. Danke Melanie!

Und zwar geht es ab Seite 15 um uns, die sogenannte Generation Y, die nicht wartet, sondern „smartphoned“. Ähnlich wie die Autorin sehe ich auch, dass das Smartphone zumindest auf unsere Generation einen nicht unerheblichen Einfluss hat und ein bisschen auch das Verhalten prägt. Außerdem greifen die im Artikel genannten Aspekte auch Einiges von meiner noch folgenden Analyse vor. 😉

Viel Spaß beim Lesen! Cheers!

MTP.Mehrwert+Ausgabe+15

Literatur:

  • Schlusche, Victoria (2013). Jetzt, hier, sofort und mit allen. In: Mehrwert Marketing Magazin. Ausgabe 15. Frankfurt am Main: MTP – Marketing zwischen Theorie und Praxis e. V.

Was machen die Menschen mit den Apps?

Immer schön von Hölzchen auf Stöckchen. Nachdem ich die Punkte Medienwahl und Medienaspekte abgehakt habe, schreite ich nun zu dem Kommunikationsverhalten bei WhatsApp.

  1. Medienwahl √
  2. Medienmerkmale
  3. Kommunikationsverhalten
  4. kurzfristige soziale Effekte
  5. langfristige sozialen Folgen

Mit dem (medialem) Kommunikationsverhalten ist die „situationsabhängige Auseinandersetzung mit den medienspezifischen Optionen“ (Döring, 2003, S.194) gemeint. Das ist eigentlich nur schlau gesagt für: „Was machen die Menschen mit den Medien?“ Wie soll man das verstehen? Es gibt hier – so wie ich das verstanden habe – eine Bandbreite an Möglichkeiten:

Die Medienmerkmale haben keinen Einfluss auf das Kommunikationsverhalten – Die Medienmerkmale können Kommunikationsverhalten kompensieren – Die Medienmerkmale supplementieren (erweitern) das Kommunikationsverhalten (vgl. Döring, 2003, S.194). Weiterlesen

Schritt für Schritt zur Erkenntins: Medienmerkmale

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Abbildung 12: WhatsApp trifft auf Kreativität und Langeweile

In meinen letzten Posts bin ich mehr oder weniger in die Analayse hineingerutscht. Das war mir selbst beim Loslegen gar nicht so bewusst, bis es dann im Seminar bei Herrn Kreuzberger „klick“ bei mir gemacht hat. Also nun nochmal für mich selbst schriftlich:

Ich bin gerade dabei, das (sehr ausführliche) Medienökologische Rahmenmodell Schritt für Schritt auf das Beispiel WhatsApp zu übertragen, um mir und euch die Nutzungsmotive sortiert vor Augen zu führen und am Ende auch meine eingangs gestellte Fragen beantworten zu können: Übt WhatsApp sozialen Druck aus? Ist ständige Verfügbarkeit Fluch oder Segen?

Für mich war das nicht sooo offensichtlich. Deswegen nochmal Pixel auf Monitor. Weiterlesen